Ich mag Bücher mit einem Academysetting sehr und der Klappentext dazu hat mich richtig neugierig gemacht, weshalb ich mich auch riesig gefreut habe, dass ich hier bei der Leserunde mitmachen durfte.
Der Start war dann auch vielversprechend. Man kommt schnell in das Buch hinein und lernt viel Spannendes über diese neue Welt. Idee und Konzepte scheint es hierfür genug zu haben und zumindest am Anfang wird sich auch die Zeit dafür genommen, diese auszubauen. Besonders die Magiearten haben mir gut gefallen und über diese hätte ich eigentlich liebend gerne mehr erfahren.
Aber eben folgte dieser spannendste Teil mit dem Weltenaufbau leider nur am Anfang. Mit dem Verlaufe der Geschichte verschob sich dann der Fokus komplett darauf zu sehen, wen Paisley die ganze Zeit wegen der Überfälle verdächtigt und da es ja irgendwie zu Enemies-To-Lovers kommen musste, war dies praktischerweise, aber leider auch etwas grundlos Logan. Dabei wäre die Idee der Überfälle an sich noch immer gut.
Das Buch hat sich somit schnell verloren. Man kommt zwar rasant hindurch, was auch Positive ist, aber nach dem Start folgt auch nicht mehr viel. Ich habe dadurch irgendwann eher noch gescannt als wirklich gelesen. Besonders die Beziehung ist leider überhaupt nicht brauchbar, weder als Enemies, noch als Lovers. Dass sich die Protagonisten nämlich leider eher wie unreife Teenager benehmen, hilft nämlich nicht wirklich.
Zwischenzeitlich kommt es beim Weltenaufbau auch eher zu Stolpersteinen. Während manche Magiegruppen wie die Naturgeister irgendwann eher in Vergessenheit geraten und die Schule sich vom Personenkreis nur auf die Protagonisten beschränkt, ist plötzlich der Plotpoint da, dass die Bezahlung für den Zirkel nicht mehr möglich ist und man damit den Platz darin verliert. Und das ist einfach nur schräg. Die gesamte Schule ist da, um Verbindungen und Fähigkeiten auszubauen, damit man sich einen guten Platz in einem guten Zirkel zu bekommen. Darin liegt die ganze Motivation und dann stellt sich heraus, dass eine Teilnahme vom Geld abhängig ist? Wie blöd ist das denn? Was ist dann letztendlich der Punkt der Schule, wenn eh nur die mit dem meisten Geld sich den besten Zirkel leisten können, unabhängig von der Fähigkeit. Das ganze Konzept der Academy wurde mit diesem Punkt auf den Kopf gestellt.
Um auf einem positiven Punkt zu enden, möchte ich hier noch die Familiendynamik loben. Es ist herrlich erfrischend einfach mal eine ganze und funktionierende Familie, ohne Streit, fehlende Elternteile und Konflikte zu sehen. Das war wirklich positiv.
An sich ist es eine lockere Geschichte, die wohl für Einsteiger ins Genre noch nett sein kann. Man kommt schnell hindurch und es gibt einige positive Punkte, aber in manch anderen fällt sie eher in sich zusammen. Weiterverfolgend werde ich die Geschichte wohl nicht mehr. Von mir gibt es dafür drei Sterne.