Die Idee des Buches ist sehr interessant - die Umsetzung bzw. was damit gemacht wurde leider eher mittelmässig. Es geht um Claire, welche als Reinigungskraft in einem Kunstmuseum während ihrer Nachtschicht plötzlich merkt, dass sie die gemalten Bilder “betreten” kann - und dass in diesen Bilder die Figuren tatsächlich “leben”. Der Fokus der Geschichte liegt aber leider nicht auf den zahlreichen spannenden Fragen, die sich dabei stellen - sondern auf der Liebesbeziehung zwischen Claire und Jean (letzterer ist der Bewohner des Bildes “Die Klavierstunde” von Matisse). Da beginnt bereits meine Kritik, da ich absolut nicht nachvollziehen konnte, weshalb diese beiden sich auf Anhieb in einander verlieben. Das Buch ist leider oberflächlich und ich würde dies auch als “Mainstream” bezeichnen. Das Buch war nicht schlecht und liess sich gut lesen, es hätte aber definitiv viel mehr Potential gehabt.