Ich bin mit hohen Erwartungen an Spellcaster herangegangen – magisches College, düstere Atmosphäre und eine spannende Enemies-to-Lovers-Dynamik klangen vielversprechend. Leider konnte mich das Buch am Ende kaum überzeugen.
Ein großes Problem ist die Handlung, die sich oft zieht und wenig Fokus hat. Zwar gibt es immer wieder Ansätze für spannende Entwicklungen, doch vieles wirkt unausgereift oder wird zu schnell wieder fallen gelassen. Dadurch entsteht weder echte Spannung noch ein roter Faden, der konsequent verfolgt wird.
Auch die Protagonistin Paisley konnte mich nicht wirklich abholen. Ihre Kräfte sind zwar interessant, wirken aber oft übermächtig und gleichzeitig unkontrolliert, ohne dass das sinnvoll erklärt wird. Ihre Entscheidungen erscheinen teilweise sprunghaft, was es schwer macht, ihre Entwicklung nachzuvollziehen.
Die Beziehung zwischen Paisley und Logan ist ein weiterer Schwachpunkt. Statt einer glaubwürdigen „Enemies-to-Lovers“-Dynamik wirkt ihre Verbindung oft erzwungen und basiert mehr auf plötzlicher Anziehung als auf echter Charakterentwicklung. Die Dialoge zwischen den beiden wiederholen sich häufig und tragen wenig zur Tiefe der Geschichte bei.
Das Setting des magischen Colleges hätte viel Potenzial gehabt, bleibt aber oberflächlich. Viele Elemente wirken wie bekannte Klischees aus dem Genre und werden nicht wirklich weiter ausgearbeitet. Dadurch fehlt der Welt an Originalität und Tiefe.