Der Schreibstil hat mich von Anfang an total abgeholt – super angenehm, leicht und flüssig zu lesen. Ich war wirklich schnell in der Geschichte drin und hatte beim Lesen dieses typische „Me-Time“-Gefühl, bei dem man einfach abschalten und alles um sich herum vergessen kann. Besonders gefallen haben mir die detaillierten Beschreibungen der Orte und Charaktere. Man konnte sich alles richtig gut vorstellen und ist gedanklich sofort mit in die Welt der Stars und der Filmfestspiele an der Côte d’Azure eingetaucht.
Die Beziehung zwischen Amber und Timo entwickelt sich auf eine schöne und spürbare Weise. Zwischen den beiden knistert es immer mehr, was vor allem in bestimmten Szenen richtig gut rüberkommt – zum Beispiel auf dem Boot oder auch bei der Szene an der Küste, die mir besonders im Kopf geblieben ist. Solche Momente machen die Geschichte lebendig und sorgen dafür, dass man mit den Charakteren mitfühlt.
Auch die Spannung kommt nicht zu kurz, vor allem durch die Figur John. Seine Auftritte haben bei mir immer ein ungutes Gefühl ausgelöst, und ich hatte ständig das Gefühl, dass sich die Situation noch zuspitzen wird. Umso überraschender fand ich, wie schnell und einfach dieser Konflikt am Ende gelöst wurde – da hätte ich mir ehrlich gesagt etwas mehr Tiefe und Entwicklung gewünscht. Ähnlich ging es mir mit der Story rund um Timos Mutter, die zwar interessant aufgebaut wurde, aber leider etwas zu kurz kam.
Die Handlung ist stellenweise vorhersehbar, was sich bis zum Ende auch nicht wirklich ändert. Trotzdem hat mich das Buch durch seinen Stil und die Atmosphäre komplett abgeholt, sodass ich unbedingt weiterlesen wollte.
Mein Fazit: Eine schöne, leichte Geschichte mit viel Gefühl, Sommer-Vibes und kleinen Spannungsmomenten – perfekt als entspannte Ferienlektüre, auch wenn am Ende noch etwas mehr drin gewesen wäre. Ich bing espannt, wie es in Band 2 weitergeht.