Serafine Montalin wird als interne Ermittlerin im Schokoladenkonzern „CacaoBest“ eingestellt. Als Lebensmittelchemikerin und Juristin mit Doktortitel bringt sie das richtige Rüstzeug mit. Ihr heimliches Ziel ist, den vermeintlichen Unfalltod ihres Vaters aufzuklären. Bei ihren Ermittlungen, auch in Bezug auf den Übernahmekampf um die Schokoladenfabrik „Chocolat Grison“, stösst sie auf düstere Kapitel der Vergangenheit…
Erster Eindruck: Das Cover, das wie eine Schokoladentafel gestaltet ist, gefällt mir sehr gut, ebenso der Buchtitel.
Serafine nimmt also einen Job als interne Ermittlerin an, scheint aber in erster Linie nur ihrem persönlichen Ziel, der Aufklärung des vermeintlichen Unfalltodes ihres Vaters, nachzugehen. Hat sie gedacht, sie müsste nur mal eben ein bisschen in den Archiven stöbern und ein paar Mitarbeitende befragen, und dann wüsste sie, was wirklich vor fünfzehn Jahren passiert ist? Tja, schön wärs. Der neue Job hat so seine Tücken, denn die Geschäftsführerin von „CacaoBest“ sagt nicht deutlich, was sie erwartet. Aber sie will es auf jeden Fall sofort erledigt haben. Geht klar! Und selbstverständlich sollte sich Serafine an den Dresscode halten, von dem sie jedoch meilenweit entfernt ist. Sie wird nicht von Seiten der Rechtsabteilung unterstützt: Die Chefin des Rechtsdienstes opponiert zuerst, doch dann macht sie plötzlich einen auf neue beste Freundin? Als Serafine wegen der geplanten Übernahme der „Chocolat Grison“ nach Chur reisen muss, werden viele Emotionen und Erinnerungen an die Vergangenheit aufgewühlt…
Für mich war es das erste Buch der Autorin, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Das Buch war für mich deutlich mehr eine Familiengeschichte als ein Krimi, d.h. mir hat die Spannung gefehlt. Es war auch nicht Cozy Crime, dafür fehlte mir der Humor. Die Geschichte zeigte interessante Details über die Schokoladenproduktion oder die Rohstoffbeschaffung, was sicherlich eine grosse Recherchearbeit bedingte. Die familiären und beruflichen Verbindungen der Montalins mit den von Vilans waren komplex, für mich mit der Zeit zu viel, zu erschlagend. Am besten hat mir Salomé, Serafines Mutter, gefallen. Von mir gibt es aufgerundete 3 Sterne.