Real Americans beginnt wie eine moderne Liebesgeschichte im New York der Jahrtausendwende, wandelt sich jedoch schnell zu einer tiefgründigen Untersuchung über Genetik, Privilegien und die Frage, ob wir unser Schicksal wirklich selbst in der Hand haben.
Der Roman ist in drei Akte unterteilt, die sich über Jahrzehnte erstrecken. Zuerst begleiten wir Lily, eine junge chinesisch-amerikanische Frau, die sich in den Erben eines gigantischen Pharma-Imperiums verliebt. Jahre später begegnen wir ihrem Sohn Nick, der ohne Vater aufwächst und nach Antworten auf seine Herkunft sucht. Das letzte Puzzleteil liefert Lilys Mutter May, eine brillante Genetikerin, deren Entscheidungen während der chinesischen Kulturrevolution die Basis für die moralischen Dilemmata der Gegenwart bilden.
Das Buch dreht sich immer wieder um kulturelle Identität und Perfektion und wie diese durch Gen-editing veraendert wird.
Ich kann das Buch empfehlen, es ist am Anfang allerdings etwas in die Laenge gezogen, wird aber richtig spannend gegen Mitte und Schluss.