Der Roman „Die Familie sehen und sterben“ behandelt ein spannendes und zugleich moralisch herausforderndes Thema: die Frage, wie weit ein Mensch bereit ist zu gehen, um seine Familie zu schützen. Im Zentrum der Handlung steht ein Kommissar, der plötzlich mit zwei Mordfällen konfrontiert wird, die mit seiner Familie zusammenhängen sollten.
Die Grundidee des Buches ist durchaus vielversprechend. Die Verbindung von kriminalistischer Spannung und familiären Konflikten bietet eigentlich grosses Potenzial für eine fesselnde Geschichte.
Allerdings konnte mich die Umsetzung nicht vollständig überzeugen. Trotz der interessanten Ausgangslage fehlte es der Handlung teilweise an Tiefe und Spannung. Die Entwicklung der Geschichte wirkte stellenweise vorhersehbar, und auch die Figuren blieben eher oberflächlich, wodurch es schwerfiel, eine echte emotionale Bindung zu ihnen aufzubauen.