Die grüne Insel - das klingt so toll nach grüner Landschaft, endlosen Stränden und wildem Meer. Nicola Förg kratzt gewaltig an diesem Image.
Ihre langjährige Protagonistin Irmi Mangold, nun Kriminaloberkommissarin im Ruhestand, verlässt eher widerwillig ihre Komfortzone auf ihrem Hof und reist nach Irland. Irmis Mitbewohnerin Luise lässt keinen Zweifel daran, dass ihre Tochter Babis, die in Irland ein Café führt, dringend Irmis Hilfe braucht. Und ausserdem wird ebenfalls Malcolm, der Student aus Schottland, mit dem irmi bereits einen Fall gelöst hat, anreisen.
Babsis Freundin Anja, eine Biochemikerin aus Deutschland, die mit ihren 2 Kindern in einem Wohnmobil haust, ist an den Klippen zu Tode gekommen und die Polizei tut das als Unfall ab. Was Babsi nicht akzeptiert! Nun hofft sie, mit Irmis und Malcolms Hilfe licht in die Dunkelheit zu bringen.
Nicola Förg wäre nicht Nicola Förg, wenn sie nicht auch hier gravierende Missstände bei Tieren anprangern würde. Hier geht es um Greyhounds, die auf professionellen Rennbahnen gnadenlos ausgebeutet und hinterher illegal entsorgt werden. Anja hatte sich in dieser Frage engagiert. War sie illegalen Hundeschlächtern zu nahe gekommen? Und wo ist Kim, Anjas Tochter, die nach dem Tod ihrer Mutter spurlos verschwand? Geriet sie in die Fänge der Gryhoundleute, da auch sie sich für die Hunde einsetzte. Oder geht es hier um Fremdenfeindlichkeit, die sich auch in Irland sehr bemerkbar macht? Dann gibt es eine unerwartete Wende, die Anjas Tod in einem völlig neuen Licht erscheinen läüsst.
Die Autorin nimmt ihre Leser mit auf eine intensive Ermittlung - auf einer Insel, die gleichermassen fasziniert und erschreckt. Man mag das Buch nicht aus der Hand legen! Unbedingt lesen!