Das Buch ist eine eindrucksvolle, ehrliche und berührende Auseinandersetzung mit Identität, Familie und dem Aufwachsen zwischen zwei Kulturen. Besonders hervorzuheben ist der gelungene Perspektivenwechsel: Es erzählt nicht nur aus der Sicht des Kindes, das zwischen Erwartungen, Sprachbarrieren und gesellschaftlichen Vorurteilen steht, sondern eröffnet auch ein tiefes Verständnis für die Perspektive der Mutter. Dieser Wechsel schafft Nähe und lädt dazu ein, vertraute Rollenbilder neu zu hinterfragen.
Die Erzählung ist emotional, direkt und gleichzeitig feinfühlig. Der Autor beschreibt persönliche Erfahrungen und es entsteht eine Authentizität, die unter die Haut geht und lange nachwirkt. Er lässt zudem Raum für eigene Gedanken und regt zur Reflexion an.
Das Buch greift viele wichtige Themen wie Migration, Zugehörigkeit und Sprachbarrieren auf. Eine bewegende und wichtige Lektüre, die den Blick weitet und Empathie fördert.