Eine Geschichte so eindrucksvoll und nachhallend wie das australische Outback karg und weit ist.
Die Familie MacBride führt im westaustralischen Outback eine Schaffarm. Die Farm erstreckt sich über ein mehrere Hektar grosses, karges Land, auf dem sie seit Generationen ihre Schafe züchten, schären, eintreiben und handeln. Phil MacBride führt diese erfolgreich mit seiner Frau Lorna. Alles scheint vorbestimmt, der älteste Sohn Warren soll die Farm übernehmen, Rosie, die einzige Tochter, soll eine solide Ausbildung erhalten, um gut verheiratet zu werden und Matthew, der jüngste, hegt Pläne weit ab der Farm.
Als am 10. Januar 1958 ein folgenschwerer Unfall passiert, bei dem Phil und Warren ums Leben kommen und Matthew nur schwer verletzt und sehr verändert überlebt, wird nichts mehr sein wie zuvor. Als wäre dies nicht genug, geschieht genau 1 Jahr später nochmals etwas, dass das Leben der übrigen MacBrides, mächtig auf den Kopf stellt.
Nicht nur das Schicksal der Familie MacBride hat mich mitgerissen, sondern auch die eindrucksvollen Einblicke in das Leben auf einer australischen Schaffarm. Die täglichen Herausforderungen werden genau so eindrücklich beschrieben wie die Dimensionen des Grundstücks, auf denen sich die Farm befindet. Mal eben zum Nachbar auf ein Sommerfest zu gehen, bedeutet mehrere Tage unterwegs zu sein.
Eine eindrucksvolle Geschichte über Schicksal, Schuld, Hoffnung und das schwere und zehrende Leben im Outback von Australien. Mich hat es eingesogen und nicht mehr losgelassen. Mitgelitten, mitgefiebert und mitgefreut habe ich mich so wie schon lange nicht mehr.
Es war wieder so, dass ich mich erwischte, im «richtigen» Leben mir Gedanken über die Menschen aus Büchern zu machen, bevor ich merke, dass diese gar nicht real sind… kennt ihr das? Für mich ist dies der Beweis, dass ich mich vollkommen in die Geschichte einfühlen konnte und deren Schicksal hautnah miterlebt habe. Ein Highlight!