Ich bin mit gemischten Gefühlen in dieses Buch gestartet. Einerseits hat mich der Klappentext neugierig gemacht, andererseits ist das Thema sehr schwer und aktuell, weshalb ich es allein vermutlich nicht sofort gelesen hätte. Umso mehr hat es mich überrascht, wie sehr mich die Geschichte schließlich gepackt hat.
Der Roman behandelt ein schwieriges, aber wichtiges Thema und regt stark zum Nachdenken an. Besonders Hazel hat mich beeindruckt: Trotz ihrer Unsicherheiten zeigt sie großen Mut und steht für sich ein. Auch die Dynamik innerhalb ihrer Familie wirkt authentisch, auch wenn nicht immer offen miteinander umgegangen wird.
Der Einstieg fiel mir aufgrund der Schwere der Thematik nicht ganz leicht, doch mit der Zeit wurde ich immer stärker in die Handlung hineingezogen. Die Geschichte gewinnt zunehmend an Spannung und wirft viele Fragen auf – etwa, wie viele vor Hazel schon versucht haben, sich zu wehren, und welche Konsequenzen ihr Handeln haben wird.
Ein kleiner Kritikpunkt ist, dass manche Figuren, wie Wolf, etwas in den Hintergrund geraten. Zudem hatte ich den Eindruck, dass die Kapitel im letzten Drittel teilweise sehr kurz ausfallen.
Insgesamt ist es ein bewegendes Buch, das zeigt, wie viel Mut es braucht, die eigene Stimme zu erheben