Mit Ein Buchclub zum Verlieben legt Lucy Gilmore einen Roman vor, der romantische Unterhaltung mit Gemeinschaftsgefühl verbindet. Der Roman richtet sich an Leserinnen und Leser, die leichte, emotionale Geschichten mit Wohlfühlcharakter schätzen.
Im Zentrum steht eine Gruppe unterschiedlicher Menschen, die sich in einem Buchclub begegnen und im Lauf der Geschichte enger zusammenwachsen. Dabei spielt vor allem das Motiv der «Found Family» eine wichtige Rolle: Menschen, die sich nicht ausgesucht haben, werden dennoch zu einer Art Ersatzfamilie. Die Atmosphäre ist grundsätzlich warm und einladend, auch wenn emotionale Konflikte und persönliche Verletzungen einen grossen Raum einnehmen.
Für mich war die Lektüre gut unterhaltend und leicht zugänglich, genau passend für entspannte Lesestunden ohne grosse gedankliche Ansprüche. Der Buchclub nahm eine andere Rolle ein, als ich erwartet hatte.
Das Drama zwischen den Figuren nahm viel Platz ein, was mir stellenweise etwas zu viel war. Sehr gelungen fand ich hingegen, wie sich das «Found Family»-Motiv entfaltet. Besonders berührt hat mich die Idee, dass der Buchclub einer der Hauptfiguren ein persönliches Geschenk macht. Dieser Moment wirkte ehrlich, verbindend und genau so, wie man sich eine gewachsene Gemeinschaft vorstellt.
Insgesamt ist Ein Buchclub zum Verlieben ein solides Wohlfühlbuch mit romantischem Kern und starkem Gemeinschaftsaspekt. Auch wenn mich die Geschichte nicht vollständig überzeugen konnte, bietet sie schöne, herzliche Momente und wird Leserinnen gefallen, die emotionale Romane mit dem Trope «Found Family» mögen.