Kurz nach Beginn des Buches kommt der Schicksalsschlag der alles verändert, nicht nur das Leben der Hauptfigur sondern auch das ihrer Tochter. Man denkt sich vielleicht danach ist es sehr zähflüssig und melancholisch geschrieben, aber weit gefehlt. Trotz der Düsternis, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit schafft es die Autorin gekonnt ein realistischer Ausweg der schrittweise erfolgt zu zeichnen. Beide Figuren wachsen an der Sache und auch wen einzelnes Vorhersehbar ist, ist es erstaunlich wie die Figuren damit umgehen und nicht darin versinken. Die Kapitel sind übersichtlich und es wechselt sich ab zwischen der Sichtweise der Mutter und der Tochter, was die Geschichte noch fassbarer macht und zugleich spannend. Relativ schnell hatte ich das Buch gelesen, mitgelitten und mitgekämpft. Auch sonst konnten verschiedene Emotionen während dem lesen geweckt werden, was es lebendig hielt. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass jedes Ende auch ein Anfang sein kann von etwas schönem und schon lange verborgenen. Manchmal sollte man mehr auf sich und seine Gefühle hören, bevor das Schicksal brutal zuschlagen muss/kann. Das Buch kann ich empfehlen zu lesen, auch wen es nicht unbedingt 0815 ist, nicht fröhlich gestimmt und manchmal vorhersehbar. Trotzdem der von mir kritisierten Punkte gebe ich die volle Punktzahl, da die gesamte Geschichte an sich es verdient hat. Zudem konnte ich mich mit den Figuren identifizieren, was es noch fassbarer machte für mich.