Mein Leseeindruck, subjektiv, aber spoilerfrei 😉
In einer gemeinsamen privaten Leserunde haben wir uns für diese Lektüre entschieden, da wir Lust hatten auf eine leichte, humorvolle, warmherzige Geschichte und diese auch so angepriesen wurde. Zusätzlich ist der Roman ausgezeichnet als Lieblingsbuch der unabhängigen Buchhandlungen 2024…
Der Schreibstil an sich ist locker, leicht, unkompliziert… und jetzt kommt das grosse ABER…dennoch für mich wahnsinnig anstrengend zu lesen und dies liegt vor allem an der Wahl der Autorin aus der ICH- Perspektive von Oscar zu erzählen!
Unser “ Hauptprotagonist” der sechzehnjährige Oscar hat nämlich, auch wenn es nie so erwähnt wurde sicher ein ASS. Wir befinden uns also während der ganzen Geschichte in seinem Kopf, was mich persönlich sehr herausgefordert hat. Moni die zweite wichtige Person ist solide gezeichnet, wirkt insgesamt jedoch, wie alle weiteren Charaktere doch recht skurril, stereotypisch und klischeehaft. Ehrlich gesagt hatte ich auch immer eine viel ältere Frau in meinem Kopf 😉 Insgesamt konnte ich zu keinem einzigen Protagonisten eine Bindung aufbauen und erlebte sie einfach nur als Figuren.
Grundsätzlich mag ich die Idee und am Anfang gefiel mir die Handlung auch noch. Ebenfalls gab es auf alle Fälle die ein oder andere witzige Szene. Die ganze Mathematik- Thematik empfand ich allerdings als zu dominant und dann noch in Kombination mit Oscars sachlicher, komplexer, umständlichen Sichtweise. Das war mir einfach too much, immer wieder erwischte ich mich deshalb beim querlesen. Für mich war alles viel zu überzogen, trivial, oberflächlich, konstruiert dargestellt und fühlte sich an als würde ich ein Klamauk- Theaterstück lesen. Ich kann mich also leider der Meinung der unabhängigen Buchhandlungen nicht anschliessen….
2,5 Sterne