Ich habe The French Escape heute beendet – und bin gedanklich noch immer in Frankreich…
Die beiden Hauptfiguren Timo und Amber waren mir von Beginn an sympathisch – was für mich unglaublich wichtig ist, weil ich sonst schnell das Interesse an einem Buch verliere.
Die Kulisse an der Côte d’Azur und in der Provence wurde so bildhaft beschrieben, dass ich beim Lesen richtig eintauchen konnte. Es war zauberhaft, leicht und gleichzeitig voller Sommerfeeling.
Auf den ersten Blick wirkt die Geschichte – vor allem durch den Klappentext – eher oberflächlich. Doch sehr schnell wird klar, dass sowohl Timo als auch Amber tiefgründige Themen mitbringen.
Durch die Zeitsprünge in die Vergangenheit setzt sich nach und nach ein immer klareres Bild zusammen, das den Charakteren eine besondere Tiefe verleiht.
Auch schwierigere Themen wie toxische Beziehungen, Stalking oder Panikattacken werden sehr feinfühlig behandelt. Man wird als Leser:in nicht überrumpelt, sondern behutsam hineingeführt – und fühlt trotzdem intensiv mit.
Besonders berührt hat mich die Entwicklung der beiden Charaktere.
Sie wachsen im Laufe der Geschichte über sich hinaus, beginnen für sich selbst einzustehen – und finden am Ende nicht nur zueinander, sondern auch mehr zu sich selbst. Das hat sich beim Lesen richtig kraftvoll und mutig angefühlt.
Der Schreibstil, die Charaktere und das Setting haben mich wirklich überzeugt.
Für mich war dieses Buch wie ein kleiner Kurzurlaub – mit Tiefe.
Ich freue mich sehr auf Band 2, denn das Ende macht definitiv Lust auf mehr…