Dieses Buch hat mich auf eine etwas widersprüchliche Reise mitgenommen: Einerseits habe ich wirklich oft laut lachen müssen – der Humor ist pointiert, manchmal herrlich trocken und trifft erstaunlich häufig ins Schwarze. Die Autorin (bzw. der Autor) versteht es, alltägliche Beziehungssituationen überspitzt, aber dennoch nachvollziehbar darzustellen.
Andererseits hat mich genau das zentrale Thema mit der Zeit zunehmend frustriert: Zwei offensichtlich erwachsene Menschen, die es einfach nicht schaffen, offen miteinander zu kommunizieren. Was anfangs noch charmant und realistisch wirkt, entwickelt sich im Verlauf der Geschichte zu einem wiederkehrenden Muster, das eher nervt als unterhält. Man wünscht sich beim Lesen immer häufiger, die Figuren würden einfach einmal ehrlich miteinander sprechen – viele Konflikte könnten so leicht aufgelöst werden.
Gerade dieser Gegensatz macht das Buch aber auch interessant: Es hält einem auf humorvolle Weise den Spiegel vor, wie irrational und kompliziert zwischenmenschliche Kommunikation oft sein kann. Trotzdem hätte ich mir an manchen Stellen mehr Entwicklung oder Einsicht der Figuren gewünscht.
Insgesamt ist es ein unterhaltsames, witziges Buch mit hohem Wiedererkennungswert, das jedoch durch seine wiederholte Kommunikationsproblematik etwas an Stärke verliert.
Fazit: Ein humorvoller Blick auf Beziehungen mit einigen Längen – lesenswert, aber nicht ganz überzeugend.