Der Baron vom Gévaudan ruft zur Jagd auf die Bestie auf, die zahlreiche Leichen hinterlässt. Sebastian Grave, ein Monsterjäger, schliesst sich gemeinsam mit seinem Dämon Sarmodel dieser Jagd an. Dabei lernt er Antoine, den Sohn des Barons, kennen und entwickelt unerwartet Gefühle für ihn. Da Sebastian nicht sterben kann, ist es nicht seine erste Liebe, doch eine, die ihn völlig unvorbereitet trifft.
Ein sehr starkes Debüt des australischen Autors Cameron Sullivan. Man fliegt förmlich durch die Seiten: Sein Schreibstil ist poetisch und verbindet historische Ereignisse gekonnt mit der Handlung. Die Geschichte basiert auf dem Mythos der Bestie vom Gévaudan und greift zusätzlich Ereignisse wie die Französische Revolution auf. Auch das Setting in Frankreich und Italien macht die Geschichte besonders eindrucksvoll.
Die humorvollen Fussnoten lockern das Ganze immer wieder auf, auch wenn es stellenweise recht blutig wird. Die Atmosphäre ist insgesamt sehr düster, doch die Schauplätze werden inmitten all des Grauens oft wunderschön beschrieben.
Die drei unterschiedlichen Erzählstränge sorgen einerseits für Spannung, machen den Lesefluss aber auch stellenweise etwas komplex.
Wer es blutig mag und gleichzeitig eine Geschichte mit gut recherchiertem historischem Hintergrund sucht, ist mit The Red Winter definitiv bestens bedient.