Insgesamt fand ich das Setting des Buches wirklich interessant und gut zu lesen. Besonders die Schreibweise hat mir sehr gefallen.
Auch wenn man sich fragen könnte, wer seine Kinder an diesen Ort freiwillig hinschickt.
Rachel Greenlae hat es mir leicht gemacht, in die Welt einzutauchen und dranzubleiben. Die Orte waren Atmosphärisch als auch Detailmässig gut beschrieben. Auch einige Ideen, wie die Prüfungen, waren atmosphärisch stark, auch wenn ich mir dort stellenweise etwas mehr Tiefe und Druck gewünscht hätte.
Die Charaktere haben mich gemischt abgeholt. Es gab Figuren, die ich sehr mochte (vor allem Tessa und Greg, wie auch Hester), während ich bei anderen, insbesondere bei der Dynamik zwischen den Hauptfiguren, noch etwas mehr Tiefe auf charakterlicher Ebene vermisst habe.
Was mir leider etwas den Spass genommen hat, war die Vorhersehbarkeit an einigen Stellen. Man konnte Entwicklungen recht früh erahnen, wodurch Spannung verloren ging.
ACHTUNG SPOILER:
Was mich am meisten gestört hat, war das typische “Protagonistin ist natürlich besonders” Schema. Ihre ursprüngliche Fähigkeit war ja schon auf ihre Weise speziell, das hätte meiner Meinung nach völlig gereicht. Dass sie dann zusätzlich noch eine Doppelbegabung bekommt, war auch noch zu erwarten, wäre auch noch an sich Okay gewesen. Aber dann auch noch eine besonders seltene, fand ich einfach unnötig und etwas klischeehaft. Das hat für mich eher an Glaubwürdigkeit verloren, statt die Figur interessanter zu machen.
SPOILER ENDE
Trotz meiner Kritik bin ich neugierig, wie es weitergeht. Die Welt und Grundidee haben definitiv Potenzial ich hoffe nur, dass zukünftige Entwicklungen etwas weniger vorhersehbar sind und den Charakteren noch mehr Tiefe gegeben wird.