Nach ihrem Sachbuch “Die Vögel singen auch bei Regen” erscheint nun der erste Roman von Kea von Garnier. Ich folge der Autorin seit einigen Jahren auf Instagram und habe mich sehr gefreut, ihren Roman nun endlich lesen zu können.
Die Geschichte handelt von Domi und Biff. Domi wohnt mit seinem Vater neben dem Familien-Bestattungsbetrieb, den er einmal übernehmen wird. So ist der Plan seit jeher. Domis Alltag besteht aus Schule, Freibad und Bandprobe mit seinen Freunden und die Mithilfe im Bestattungsunternehmen. Bis eines Tages Biff in seine Klasse kommt. Der coole Junge aus Berlin freundet sich mit Domi an und sie verbringen in diesem Sommer immer mehr Zeit miteinander. Durch Biff entdeckt Domi eine völlig neue Seite des Lebens. Eine, die er bisher noch nicht einmal ansatzweise als Zukunft gesehen hat.
Ein Sommer, nachdem nichts mehr ist wie zuvor. Wir alle kennen so einen. Neue Möglichkeiten tun sich auf, Entscheidungen müssen getroffen werden und alles ist irgendwie lebensverändernd. Keas Roman ist wunderschön geschrieben. Ihre Sprache hat mich direkt abgeholt und in die verschlafene Kleinstadt in Niedersachsen transportiert. Domi und Biff sind so einfühlsam beschrieben, ihre Ängste und Wünsche so verwundbar, wie die von Sechzehnjährigen nun mal sind. Ich habe ihre Geschichte so richtig mitgefühlt und am Ende einige Tränen vergossen. Ich mag Bücher sehr, die mich emotional so berühren, dass weinen und lachen einfach Teile des Leseerlebnisses sind. Vielen Dank Kea für deine Geschichte. Ich hoffe du begegnest noch weiteren spannenden Menschen für alle Romane die folgen werden.
Das Buch eignet sich für alle, die gerne Coming of Age Geschichten im Stil von “Hard Land” oder “Tschick” mögen. Der nächste Sommer kann kommen!
PS: Der Klappentext hat mich zuerst etwas an den Film “My Girl” erinnert, die erste Liebe und der Vater ein Bestatter. Das waren aber auch schon alle Gemeinsamkeiten.