Frank Nischk hat mich mit seinem Sachbuch in drei Teilen vollkommen eingenommen durch seine Art von und über Tiere zu schreiben. Es kommt eine Energie und Faszination mit, die gepaart mit den Erkenntnissen und Erlebnissen, die er beschreibt einfach ansteckend ist.
Einige der Tiere hätten per se in mir auch wenig Sympathie geweckt, wenn ich sie auch nicht töte. Den Schaben hätte ich ohne dieses Buch keine Zeit gewidmet, die sich nicht auf die Entfernung aus der Wohnung beschränkt hätte. Seine Forschungsberichte sind aber so spannend und lehrreich, dass es schon lesenswert ist, nur um den Einblick in die Arbeit zu erhalten, von den Ergebnissen ganz abgesehen. Seine Reisen nach Ecuador, seine Arbeit im Regenwald, die Berichte über die Veränderungen erweitern meinen Horizont. Nischk schreibt nicht nur von bedrohlichen Szenarien, er berichtet auch von ermutigenden Initiativen, welche beispielsweise indigene Bauern ergreifen, Initiativen, die auch imitiert werden, weil es nur Gewinner bringt.
Den Schreibstil mochte ich sehr. Nischk schreibt sachlich, gut und leicht zu lesen, mit einem gewissen Charme und charmanten Humor versehen. Eine grosse Leseempfehlung.