(Inhalt vgl. Cover)
Wieder einmal wird mir bildhaft vor Augen geführt, welche Rollen Frauen früher zugeschrieben waren. Bewunderswert, mit welcher Kraft, List und Ausdauer wenige davon sich von den gesellschaftlichen Zwängen befreien konnten. Die Reise führt die Leserin*den Leser Ende des 19. Jahrhunderts von Deutschland über den beschwerlichen Weg per Schiff nach New York. Zwei Frauen, welche sich per Zufall bei der Registrierung für die Überfahrt kennenlernen, erleben die anstrengende Überfahrt, die Ankunft auf Ellis Island und werden beste Freundinnen. Der Alltag in der Fremde gestaltet sich aufgrund der erfolgreichen Suche nach einer existenzsichernden Arbeit trotz einiger Hürden hoffnungsvoll.
Die Geschichte ist in vier Teile, gegliedert. Jeder beleuchtet einen besonderen Abschnitt der beiden Frauen. Der Schreibstil ist atmosphärisch - oft wähnte ich mich mittendrin im Geschehen (wohl teilweise auch, weil ich New York sehr gut kenne). Der Autorin gelingt es, die Geschichte lebendig und nahbar zu erzählen.
In absehbarer Zeit werde ich den zweiten Band dieser Reihe “Der Geschmack von Freiheit” lesen.