Ein neues Buch von Liz Moore und ich hatte grosse Erwartungen, da mir «Der Gott des Waldes» bereits so gut gefallen hat. Die beiden Bücher kann man jedoch überhaupt nicht miteinander vergleichen. Liz Moore hat in ihrem Buch wieder einen so kraftvollen und bildgewaltigen Schreibstil, der mich schon nach den ersten Zeilen total in die Geschichte gezogen hat. Liz schreibt jeweils aus der Perspektive von Arthur und Kel, was die Geschichte noch eindringlicher und lebendiger macht.
Mit Arthur Opp zeichnet sie einen wahnsinnig tollen Charakter, der mir gleich ans Herz gewachsen ist. Er zieht sich in seinem Haus zurück und wagt es nicht auf die Strasse Seine Beweggründe werden sehr gefühlvoll erzählt. Als sich seine ehemalige Schülerin Charlene nach Jahren wieder bei ihm meldet, beginnt eine Reise, die Arthur so wahrscheinlich nicht erwartet hat.
Kel, Charlenes Sohn ist Profisportler und kämpft für ein Stipendium, damit er sich ein besseres Leben für sich und seine Mutter aufbauen kann. Ein Teenager, der sich nicht wohlfühlt in seinem Leben und Halt sucht in einer Welt, in der er irgendwie keinen Platz findet. Kann Arthur ihm helfen den Platz zu finden? Charlene setzt grosse Hoffnungen in ihn, die Beweggründe werden wir im Laufe der Geschichte erfahren.
Was verbindet die beiden und werden sich ihre Wege kreuzen? Diese Frage habe ich mir immer wieder gestellt während dem Lesen. Ich bin regelrecht durch die Seiten geflogen, auf der anderen Seite wollte ich aber nicht, dass dieses Buch jemals endet. Es gibt noch eine weitere Protagonistin in diesem Buch, sie heisst Yolanda! Meinen Namen in einem Buch zu lesen (mit dieser Schreibweise) ist etwas Besonderes. Sie wird eine wichtige Person für Arthur und verändert sein Leben auf unerwartete Weise.
Liz hat mich auch mit diesem Buch absolut überzeugt und ich freue mich auf alles was noch kommt von ihr. Die Intensität ihrer Geschichten ist sehr tiefgründig und emotional, da bleibt kein Auge trocken, also bei mir definitiv nicht.