The Red Winter von Cameron Sullivan entführt einen in eine düstere, atmosphärisch dichte Welt, in der Fantasy-Elemente mit historischen Elementen verwoben werden. Im Mittelpunkt des Buches steht Sebastian Grave. Unser monsterjagender Professor. Er trägt einige Geheimnisse mit sich. Darunter auch seine Vergangenheit mit der Bestie von Gévaudan. Sebastian kehrt in die französische Provinz zwanzig Jahre später zurück, als die Bestie dort wieder ihr Unwesen treibt. An seiner Seite sein innerer Gast/Dämon Sarmodel. Er wird mit alten Entscheidungen, einer verlorenen Bindung und verdrängten Gefühlen konfrontiert. Die Geschichte wird in drei Zeitsträngen erzählt. Zwei davon aus der Sicht von Sebastian, und einmal Livia. Seiner Haushälterin.
Als ich das Buch in die Hand nahm, war ich mir nicht sicher, was mich erwarten würde. Dark Fantasy. Ich habe schon einige Fantasy Bücher gelesen, aber mehr in Richtung Romantasy. Da ich aber auch schon das ein oder andere Dark Romance Buch gelesen hatte, war ich nicht über die teilweise obszöne Sprache verwundert. Die war fast zu erwarte, wo sich alles um eine Bestie dreht, die mordet. Gegen Ende konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, bis ich es beendet hatte. Ich wollte wissen, was zwischen Sebastian und Antoine geschah. Wie es für sie enden würde.
Im Grossen und Ganzen hat mir der Schreibstil gefallen. An die Fussnoten musste ich mich zwar zuerst gewöhnen, aber sie haben oftmals doch unterhaltsam informiert.
Wer düstere Fantasy mit historischen Elementen, moralisch fragwürdigen Figuren mag, sollte einen Blick wagen. Mir hat es gefallen und ich werde wohl noch lange an Sebastian & Antoine denken (erwartet da bitte kein Happy-End).
Ich bin gespannt auf die nächsten Abenteuer von Sebastian, Sarmodel & Livia.