Ein junger Mann aus Nordengland erhält die Möglichkeit, in Cambridge Musik zu studieren. Cambridge, allein schon der Klang dieser weltberühmten Universität lässt sein Herz höher schlagen, aber als er dann seine Ausbildung beginnt, wird ihm, der nicht so gut betucht ist und einen ungehobelten Manchester-Dialekt spricht, bald klar, dass er nicht wirklich dazugehört. Das Leben der StudentInnen ist nicht seines. Bis er den geheimnisvollen Bryn Cavendish kennelernt und sich von ihm unter die Fittiche nehmen lässt. Von da an gehört er zu einer illustren Clique, die so manch bösen Streich ausheckt und unzählige Flaschen überteuerten Wein vernichtet. Das geht solange für den jungen Mann gut, bis er sich gegen Bryn stellt. Es kommt zum Zerwürfnis und schliesslich zur Katastrophe.
So weit, so gut. Dachte ich. Mir wurde bei der Lektüre bald klar, dass der nordenglische Junge ein jämmerlicher Schwächling und Riesenlangweiler ist, der mit sich nichts anzufangen weiss, deshalb auch das fast devote Verhalten gegenüber Bryn. Und Bryn, ein manipulativer Drecksack und Brutalo, der Menschen bis zuletzt ausnutzt, ist eine der unsympathischsten Figuren, die je in einem Roman aufgetaucht ist. Leider durchschaut das die Leserschaft schon nach etwa 50 Seiten und von da an wirds so richtg langweilig. Ich hab mir das Buch bis zum Schluss angetan und musste oftmals kämpfen, um nicht einzuschlafen. Der junge Mann jammert, Bryn ist einfach ein Arschloch vor dem lieben Gott. Eine weitere Entwicklung findet nicht statt. Schade eigentlich, da der Beginn des Romans superspannend in die Wege geleitet wird. Aber dann…Da hilft es auch nicht, dass die Autorin dem lieben Bryn übersinnliche Kräfte unterjubelt, es wird nicht tiefgründiger, ganz im Gegenteil, der Roman verliert so den Rest seiner Glaubwürdigkeit.
Eine vergebene Chance und ein unterirdisches Debut….