Dieses Buch begeistert mich restlos - ich bin ab sofort Fan davon. Einerseits kommt das daher, dass mich das Thema Bewahrung unseres Planeten seit langem interessiert und für mich mit wenigen anderen Themen auf der höchsten Prioritätsskala steht Andererseits ist es die Art, wie das Thema angegangen wird besonders, eine Art, wie ich sie noch nie gesehen habe.
Das Paar Sarah Darwin - die Ururenkelin von Charles Darwin - und Johannes Vogel, der Direktor des Museums Leibniz, tauschen sich im Gespräch mit dem Korrespondenten Boris Herrmann aus. Diese Gespräche kommen natürlich daher, viele Zeichnungen und fantastische Bildaufnahmen komplettieren das Buch.
Das Gespräch gibt die grosse Dringlichkeit einer Wende in unserem Verhalten dem Planeten mit all seinen Bewohnern - Pflanzen, Tiere und Menschen - gegenüber wieder und trotzdem hat es immer wieder viel Witz und das Wissenschaftlerpaar ist nicht schwarzmalerisch. So fand ich es sehr eindrücklich, wie sie das Gedankenexperiment darlegen, dass möglicherweise von uns Menschen einmal nichts auffindbar sein wird - Beton nicht, unsere Asche … aber Hühner können ausfindig gemacht werden, weil es von den Knochen riesige Mengen gibt - so werden in nur zwei Jahren mehr Hühner geschlachtet, als je Menschen auf der Erde gelebt haben. Man lasse sich das einmal durch den Kopf gehen.
Wir können viel Lernen über die Artenvielfalt, das Aussterben der Arten und den drohenden Kollaps, weshalb wir und die Politik bis jetzt nicht weitergekommen sind und welche Schritte wir als Einzelperson tun können. Was mich immer irritiert ist, dass von “Opfer” und von “Verzicht” gesprochen wird. Persönlich finde ich es kein Opfer, weniger oder kein Fleisch zu essen etc. Weniger Konsum bedeutet mir mehr Freiheit, mehr Zeit, Geld und Zufriedenheit.