Ein eindrückliches Buch, das Krieg als die Hölle auf Erden zeigt.
Selten habe ich ein Kriegsbuch gelesen, dass die grausame Seite des Krieges und Trauma so brutal darstellt. Die Geschichte hat mich auf dem falschen Fuss erwartet. Vom Titel her habe ich eine Geistergeschichte erwartet, die während dem Ersten Weltkrieg spielt. Was ich bekommen habe, war viel Kriegsgrauen, Kriegsverbrechen und wie Krankenschwestern und Soldaten mit diesem Grauen umgehen.
Es hatte auch übernatürliche Elemente mit der Geigenspieler Faland und wenigen Auftritten von Geistern, doch in erster Linie bleibt es die Geschichte der Krankenschwester Laura, die in die Kriegszone Belgiens zurückkehrt um zu erfahren, was mit ihrem Bruder Freddie ist, der als tot gilt.
Dabei ist ihre Sichtweise die uninteressanteste. Gerne hätte ich mehr vom kanadische Soldat Freddie, der gemeinsam mit einem schwer verwundeten deutschen Soldaten in einem eingestürzten Bunker ums Überleben kämpft, gelesen und erfahren, wie dieses Erlebnis die beiden Männer zusammenschweisst, obwohl sie Feinde sein sollten.