Kurz vorweg, ich liebe alle Märchenadaptionen von Liz Rosen. Auch Kiss of Thorns bildet hier keine Ausnahme. Mir hat die Interpretation von Liz sehr gut gefallen. Die Geschichte hat genug Elemente vom Original, dass man es erkennt, aber dennoch viele eigene Wendungen und Ideen mit reingebracht, so dass es etwas ganz Neues ist. Das macht es sehr spannend.
Es ist eine düstere Märchenadaption, die man nicht unterschätzen sollte. Ja, Liz hat eine sehr romantische Ader, die aber auch hier von viel Blut und Tod begleitet wird. Achte beim Lesen also auf dich und schaue dir die Triggerwarnungen an.
Für mich macht es aber genau dieser Mix aus. Die Dunkelheit mit all ihren düsteren Gefühlen und die Hoffnung, dass es irgendwie doch noch ein Happy End gibt. Die Angst und Verzweiflung gepaart mit Mut und dem Glauben an das Gute.
Die total eigene Interpretation von Liz hat mich total überrascht. Mit so einer Story habe ich nicht gerechnet. Fand es aber sehr kreativ und extrem unterhaltsam.
Das Einzige, was mich ein wenig gestört hat, waren die drei Feen. Ja, sie haben ihre Berechtigung in der Geschichte, dabei waren sie aber sehr nervig. Ständig haben sie sich gezankt und sich in die Haare bekommen, wie kleine Kinder. Zudem ist ihnen das Wort Privatsphäre fremd. Da das aber alles ist, was ich auszusetzen habe, ist es dennoch ein wunderbares Buch, was man einfach lesen sollte.
Alles in allem wieder eine wunderbare Märchenadaption der lieben Liz. Auch die Anderen kann ich nur empfehlen. Zum Glück folgen noch viele weitere.