Thomi sitzt am Bett seiner Frau, sie ist vor wenigen Stunden gestorben, Krebs. Eigentlich sollte er jetzt dem Sohn und der Ärztin anrufen, doch er erinnert sich. Ja, was sie alles zusammen gemacht haben, wie sie gestritten und sich versöhnt, gelebt, geliebt, gehofft haben. Da waren die Affären, die Seitensprünge, die Ausraster, da war so viel Schönes, so viel Liebe. Und jetzt? Lauter Fragen über das gelebte und das verpasste Leben, und Antworten, die sich Thomy selbst gibt in der Erinnerung und Phantasie: ja, es war gut. Eigentlich sollte er telefonieren, doch da entdeckt er eine Tonbandkassette, seine Frau hat sie besprochen um zu „beichten“, ihm Dinge zu erzählen, die sie vor ihm verschwiegen hat. Und damit beginnt ein spannender, intensiver Dialog zwischen dem trauernden Thomi und seiner soeben verstorbenen Frau.
Ein spannender Lebensrückblick im Zürcher Dialekt, Thomi spricht zu seiner Frau in Du-Form, erzählt, erinnert, ereifert sich, und hinterfragt dabei sein eigenes Leben.
„Meinsch, du chasch aanäh, was der s’Läbe bringt, Thomi? – Was söll das sii? – Das muesch sälber usefinde, Thomi. – Um chöne z’sterbe, muess mer läbe. Das hani, Thomi, gläbt hani“.