Ich habe A Lesson in Murder von Celine Leonora gelesen und leider blieb der Roman weit hinter meinen Erwartungen zurück.
Die äußere Aufmachung ist ansprechend gestaltet und macht neugierig, doch leider hält der Inhalt nicht, was das Cover verspricht. Die Handlung plätschert ohne echte Spannung dahin, die Figuren wirken stereotyp und ihre Entscheidungen oft unlogisch, sodass man kaum Empathie oder Interesse für sie entwickelt. Der Schreibstil ist stark auf Effekthascherei und Ironie gesetzt, Phrasen wie „Das Licht tat typische Lichtsachen und Isaacs Haare waren nun einmal typische Haare, die auf typisches Licht trafen“ wirken eher banal als unterhaltsam, und die Sprache insgesamt wirkt fragmentarisch und fast storyboardartig – vermutlich ein Überbleibsel aus der visuellen Denkweise der Autorin als Grafikerin. Die versuchte Mischung aus Dark-Academia-Atmosphäre, Liebesdreieck und Mordfall bleibt flach, die Szenen verlieren sich häufig in Belanglosigkeiten, und insgesamt entsteht der Eindruck, dass das Buch eher auf Viralität auf BookTok ausgelegt ist als auf literarische Qualität. Schade drum.
Dieses Buch hat mich überhaupt nicht überzeugt - Spannung, Figuren und Stil enttäuschen auf ganzer Linie