Emotionen sind faszinierend. Die sind so vielschichtig, äussern sich unterschiedlich und sind oft schwer zu fassen. Noch schwerer ist es manchmal sie zu akzeptieren und damit umgehen zu können. Anjuli Paschall hat die Vielzahl an Emotionen auf 6 Basisemotionen reduziert: Überraschung, Angst, Wut, Glück, Ekel und Traurigkeit. Je nach Fachliteratur werden auch 5 oder 7 Emotionen genannt, aber in der Regel decken sie sich und für mich ist das so ok. Diese Emotionen kann man gut unterscheiden und sich selbst darin wieder finden. Nun kann man die Basisemotion versuchen genauer zu benennen. Hier werden verschiedene Optionen angeboten. Zu jeder dieser detaillierten Emotionen gibt es noch einen Satz, der diese besser beschreibt. So kann man schauen, was einen am besten Anspricht. So wird das Benennen der eigenen Emotion gut unterstützt und einfach zu handhaben. Nun findet man zu jeder Emotion einen kurzen Text aus dem Alltag. Die Texte sind so geschrieben, dass man sich gut einfühlen kann in die beschriebene Situation, die die Emotion oder deren Auslösen beschreibt. Danach gibt es eine kleine Andacht um das gelesene zu reflektieren und vor Gott zu bringen und mit dessen Augen zu sehen. Die Texte sind einfühlsam und liebevoll, nicht anklagend oder beschämend. Abgeschlossen wird der Abschnitt durch eine ausgewählte Bibelstelle.
Was mir an dem Buch gefällt ist, dass man es nicht durchlesen muss um Hilfe zu finden, sondern dass man sich leicht zurecht findet und so im Moment der Emotion nachschlagen zu können und hier hilfreiche Worte finden zu können. Kurz, einfühlsam und doch wohltuend.
Mit gefällt das Buch, denn es stärkt und macht Mut, sich seinen Emotionen zu stellen und diese zu benennen. Emotionen gehören zu uns, auch wenn wir sie oft als negativ abstempeln. Danke für den Zuspruch