Es ist der Ausgangspunkt dieser Erzählung, der mich fasziniert hat: die Suche nach einem Gedicht. Geschrieben in der Vergangenheit, bleibt es in der Zukunft das Objekt der Begierde. Denn der Sonetten-Kranz, so die Bezeichnung für die Form des Gedichtes, ist verschollen. Geisteswissenschaftler:innen sind auf der Suche in einer als Zukunftsszenario entworfenen Welt nach dem Klima-Kollaps. Gut und faszinierend zu lesen ist, wie unsere Welt in der Zukunft geografisch/geologisch aussehen könnte und es macht Spass, den Spuren des Gedichtes zu folgen, die es in Briefen, aber auch in den sozialen Medien damals hinterlassen hat. Aber man wird den Eindruck nicht los, dass der Autor seine Sprache nicht frei entfaltet – es bleibt eine correctness, die den Lesegenuss im Verlaufe der Geschichte zu trüben beginnt.