Dieses Buch hat mich wirklich bewegt. „Niemands Töchter“ ist für mich eine bittersüsse, sehr glaubhafte Geschichte über Familie, Herkunft, Verlust und die grosse Sehnsucht, irgendwo dazuzugehören.
Schon von Anfang an war ich drin in der Geschichte. Die Perspektivwechsel und die kurzen Kapitel haben mir richtig gut gefallen – ich mag das sehr, weil es Spannung erzeugt und man trotzdem nah an jeder einzelnen Figur dran ist. Nach und nach setzt sich alles zusammen, und plötzlich versteht man, warum manche Entscheidungen so getroffen wurden.
Ich habe beim Lesen oft zwischen Mitleid, Wut, Trauer, Hoffnung und Freude geschwankt. Gerade die Figuren sind so menschlich geschrieben – mit Fehlern, Unsicherheiten und ganz viel innerem Schmerz. Nichts wirkt übertrieben, sondern ehrlich und nachvollziehbar.
Das Ende hat mich besonders berührt. Es ist nicht einfach nur schön, sondern bittersüss – und genau das hat sich für mich richtig angefühlt. Nicht alles wird komplett aufgelöst, aber das passt zur Geschichte. In meinem Kopf denke ich sie weiter – und dort bekommen die Figuren ein Stück von dem Glück, das ich ihnen so sehr wünsche.
Für mich war es eine sehr emotionale Leseerfahrung, die noch lange nachhallt.