Das war das erste Mal, dass ich eine Graphic Novel gelesen habe. Angesprochen hat mich vor allem das Cover und die Inhaltsbeschreibung. Wenn man an Comics denkt, kommen einen zuerst die Sachen aus der Kindheit in den Sinn. Dieses in Buchform erschiene Comic hat aber nichts mit denen gemeinsam. Erzählt wird die Geschichte einer Familienfeier, die etwas zu sehr eskaliert. Beim Lesen/Ansehen erkennt jeder wahrscheinlich einen oder mehrere der Charaktere aus seinem Umfeld wieder (zum Beispiel den peinlichen Onkel, den es gefühlt in jeder Familie gibt). Toxische und dysfunktionale Beziehungs- und Familiendynamiken bereiten hier jedem (Hobby-)Psychologen Freude bei der Analyse 😁Die darauffolgende Intervention durch die professionelle Streitschlichtung zieht das ganze umso mehr ins Groteske. Ob das überhaupt einen guten Ausgang nehmen kann? Die Dialoge sind sehr knapp gehalten und viel wird mittels der Bilder ausgesagt (Show - don’t Tell). Die Bilder sind meist auch spartanisch gehalten, sodass man umso mehr reininterpretieren kann. Meist kommen die Bilder farbenfroh daher, ausser wenn die Streitschlichtung interveniert.
Wer gern mal eine Graphic Novel der etwas anderen Art lesen möchte, dann ist diese durchaus empfehlenswert.
Aber ehrlich gesagt, ich konnte mich nicht 100% damit anfreunden.