Ich bin ein großer T. C. Boyle-Fan, doch von diesem Roman war ich leider überhaupt nicht überzeugt. Im Zentrum steht eine recht schlichte Dreiecksgeschichte zwischen zwei Männern und einer Frau, bei der stark mit gängigen Geschlechterstereotypen gearbeitet wird. Auch die Rivalität zwischen den beiden Männern wirkt stellenweise beinahe slapstickhaft, wodurch die Handlung für mein Empfinden an Tiefe verliert. Am meisten berührt hat mich die Entwicklung Bethanys. Die anfangs oberflächlich und auf Äußerlichkeiten fixiert wirkende Figur zeigt im Laufe der Geschichte eine warme, mitfühlende Seite. Besonders ihr fürsorglicher Umgang mit dem verletzten Hund hat mich sehr bewegt. Sprachlich ist der Roman hingegen überzeugend: Er ist flüssig, präzise und angenehm zu lesen. Allein aufgrund dieses Stils habe ich das Buch trotz seiner inhaltlichen Schwächen gern zu Ende gelesen.