Frankie begegnet uns zu Beginn des Buches als Seniorin, die ihrem Pfleger Damien während seiner Besuche aus ihrem Leben erzählt. Als Leserinnen und Leser begleiten wir sie durch schwere Schicksalsschläge ebenso wie durch glückliche Begegnungen. Ein wiederkehrendes Motiv ist dabei ihre scheinbare Abhängigkeit von anderen Menschen – immer wieder wirkt es, als würde sie in ihrem eigenen Leben nur eine Nebenrolle spielen.
Der Roman greift dabei zentrale gesellschaftliche und persönliche Themen auf: Sexismus, die Aids-Welle und den schmerzhaften Verlust von Freundinnen und Freunden ebenso wie Fragen nach Familie, Zugehörigkeit und persönlicher Unabhängigkeit. Gleichzeitig sind es die ganz grundlegenden Lebensfragen, die Frankie immer wieder einholen: Gibt es die große Liebe wirklich – und wenn ja, woran erkennt man sie? Wie sieht ein erfülltes Leben aus? Und in welchen Momenten war sie tatsächlich glücklich? Was braucht es im Leben für Zufriedenheit?
Gerade dieses Spannungsfeld zwischen Abhängigkeit und dem Wunsch nach Selbstbestimmung sowie die Suche nach Liebe und Erfüllung ziehen sich durch die gesamte Erzählung und lassen einen bis kurz vor Schluss darüber nachdenken, ob und wann Frankie wirklich die Hauptrolle in ihrem eigenen Leben übernimmt.