Das Buch widmet jeweils ein Kapitel einer Farbe, wobei auch Weiss und Schwarz als Farben betrachtet werden. Meistens behandelt das Kapitel der einzelnen Farbe immer als Schwerpunktthema, wo die spezifische Farbe verwendet wurde oder wird. So widmet sich beispielsweise das Kapitel über Ocker der Kultur der Aborigines und das Kapitel über Grün zu einem grossen Teil chinesischer Keramik. Je nach Thema hat mich dann das eine Kapitel etwas mehr, das andere Kapitel etwas weniger interessiert. Sehr interessant sind jedenfalls die verschiedenen wissenswerten Fakten, die man während der Lektüre erfährt. Ein immer wiederkehrendes Thema ist die Verwendung der Farben in der Kunst, da war es für mich beispielsweise spannend zu erfahren, dass eine der grossen Schwierigkeiten bei Gemälden darin besteht, dass sich Farben mit der Zeit verändern. So sehen viele Gemälde heute anders aus, als diese damals vom Künstler oder der Künstlerin gemalt worden sind. Ein weiterer interessanter Aspekt war die ursprüngliche Herstellung der Farben und woraus die Farben gewonnen wurden.
Bei ihren Nachforschungen ist die Autorin an verschiedene Orte der Erde gereist und hat so manches Abenteuer erlebt. Die Schilderungen dieser Reisen machen einen beachtlichen Teil des Inhalts aus.
Mir persönlich kam die symbolische Bedeutung und auch die psychologische Wirkung der einzelnen Farben etwas zu kurz. Dies aber auch, weil mich diese beiden Aspekte der Farben besonders interessieren.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich aus diesem Buch sehr viel lernen konnte, auch wenn gewisse Themen für meinen Geschmack etwas langatmig behandelt werden.