Der Thriller wirkte auf mich wie eine Mischung aus Squid Game und Escape-Room-Szenarien – allerdings ohne deren fesselnde Intensität. Schon der Einstieg fiel mir schwer, da die Handlung nur langsam in Gang kam und ich nur schwer Zugang zur Geschichte fand. Immer wenn die Spannung gerade anzog, wechselte die Perspektive abrupt zu einer anderen Figur, wodurch die aufgebaute Atmosphäre sofort wieder verpuffte.
Obwohl den Charakteren in den Escape Rooms grausame Dinge widerfahren, konnte ich keinerlei Mitgefühl für sie entwickeln. Ihre Ängste und Emotionen blieben für mich nicht greifbar, sodass ich mich nicht in sie hineinversetzen konnte. Insgesamt fühlte sich der Thriller für mich an wie ein Film mit schwachen Darstellern – vieles wirkte konstruiert und wenig überzeugend.
Relativ früh hatte ich eine Vermutung, warum all das den Freunden widerfährt, und diese bestätigte sich am Ende auch. Zwar gab es einen kleinen Plot-Twist, mit dem ich nicht gerechnet hatte, doch selbst dieser konnte die Geschichte für mich nicht retten. Von einem guten Thriller erwarte ich ein echtes Gänsehaut-Feeling – das blieb hier leider völlig aus.