Die Autorin berichtet hier sehr kanpp und neutral über Verbrechen, die in unseren, ach, so heilen Schweiz geschehen sind. Bewusst wird auf jede Ausschmückung der Taten, der Täter und auch der Opfer verzichtet, was für mich das Buch zu einem informativen Spiegel unserer Gesellschaft macht. Schauen wir nicht selbst gerne zu oft weg? Drücken wir uns selbst nicht auch allzu gerne vor unangenehmen Gesprächen? Die einzelnen Taten werfen viele Fragen auf an uns selbst auf, wühlen emotional gerade, weil sie so nüchtern rapportiert werden. Letztlich wirkt die Erkenntnis brutal, dass wir als Gesellschaft viele Verbrechen erst begünstigen.
Ich wünsche dem vorliegenden Buch viele Leser, Leser, die wirklich nachenken über das, was sie hier lesen. Und die vor allem persönliche Schlussfolgerungen für sich als Teil unserer Gesellschaft ziehen.