Die Idee hinter Das Geschenk eines Regentages hat mir sehr gefallen. Besonders die Katzen als Mitprotagonisten – vielleicht sogar als die eigentlichen Hauptfiguren – sind ein schöner, ungewöhnlicher Ansatz und geben der Geschichte einen eigenen Charme.
Der Roman ist grundsätzlich schön erzählt, hat für mich aber auch spürbare Schwächen. Oft fühlte sich das Lesen an wie eine Zugfahrt: Kaum entdeckt man etwas Schönes oder Interessantes, ist es schon wieder vorbei und das nächste Bild zieht vorüber. Dadurch blieb wenig Raum, um wirklich innezuhalten.
Vor allem die Nähe zu den Protagonisten hat mir gefehlt. Ich konnte mich nur schwer in sie hineinversetzen oder eine echte emotionale Verbindung aufbauen. Die Geschichte wirkt dadurch gleichzeitig persönlich und doch überraschend unpersönlich.
Das ist eigentlich schade, denn die Grundidee ist gut und hätte viel Potenzial gehabt. Ein Buch mit schönen Momenten und einer besonderen Atmosphäre, das mich jedoch emotional nicht ganz erreichen konnte.