Saloon von Mia Oberländer inszeniert eine Familienfeier, bei der alte unausgesprochene Konflikte und passive Aggressionen unaufhaltsam an die Oberfläche drängen. Die Figuren wirken bewusst karikiert, fast wie verzerrte Spiegelbilder ihrer familiären Rollen. Der Zeichenstil ist eigenwillig und konsequent, konnte mich persönlich jedoch nicht ganz überzeugen, da er stellenweise stärker von der Handlung ablenkte, als sie zu vertiefen, obwohl einzelne visuelle Ideen interessant umgesetzt wurden.