Ethan übernachtet mit Billy, dem Nachbarsjungen, im Garten in einem Zelt. Als Ethan am nächsten Morgen aufwacht, ist Billy verschwunden. Seine Leiche wird nie gefunden, die Ermittlungen gehen von einer Entführung aus. 30 Jahre später kehrt Ethan zurück in die Wohnsiedlung Hemlock Circle und plötzlich geschehen wieder merkwürdige Dinge. Lebt Billy vielleicht noch? Oder treibt etwas oder jemand ganz anderes sein Unwesen?
Riley Sager schafft eine unglaublich unheimliche und dichte Atmosphäre. Der Schreibstil hat mich stark an Stephen King erinnert - unterschwelliges Grauen, das sich langsam einschleicht und einen nicht mehr loslässt.
Besonders gut gefallen hat mir der Aufbau der Kapitel: Wir springen zwischen damals und heute und erleben die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven der Bewohner vom Hemlock Circle. Dadurch entsteht ein vielschichtiges Bild, und man beginnt wirklich, an allem und jedem zu zweifeln.
Die Frage, ob es vielleicht doch Geister gibt, schwebt die ganze Zeit über der Geschichte und sorgt für permanente Spannung.