Der zweite Band von **Till the End of the Moon** setzt unmittelbar nach dem gemeinen Cliffhanger des Auftakts ein und zieht einen sofort wieder in die düstere, spannungsgeladene Welt hinein.
Susu hält unbeirrt an ihrer Mission fest und begegnet Tantai Jin wie auch seinem Gefolge weiterhin mit offener Auflehnung. Ihre Entschlossenheit bringt zusätzliche Dynamik in die ohnehin angespannte Situation am Hof.
Tantai Jin wirkt nach außen hin noch immer wie das gefühllose Monster, als das er gefürchtet wird. Doch im Umgang mit Ye Bingchan zeigt er überraschend sanfte Züge. Gleichzeitig wissen seine engsten Vertrauten, dass sein Herz in Wahrheit einer anderen gehört – was die politischen und emotionalen Verstrickungen weiter verschärft.
Ye Bingchan rückt im zweiten Band stärker in den Fokus. Ihre Handlungen lassen zunehmend erahnen, welche Ziele sie wirklich verfolgt, und verleihen der Geschichte zusätzliche Tiefe.
Die Beziehung zwischen Tantai Jin und Susu gleicht einem Minenfeld: voller unausgesprochener Gefühle, Misstrauen und aufgestauter Wut. Man spürt in jeder Begegnung, dass jederzeit alles eskalieren könnte – und genau das macht diesen Band so fesselnd.
Die Goldfolienprägung auf dem Cover sieht zwar sehr edel aus, nutzt sich jedoch schnell ab. Dadurch ist der Buchtitel inzwischen nur noch teilweise lesbar. Außerdem hatte ich nach dem Lesen ständig Glitzerpartikel an den Händen.