Das Buch bietet auf jeden Fall spannende und kurzweilige Unterhaltung. Insgesamt konnte es mich aber nicht vollständig überzeugen.
Das durchgehend hohe Erzähltempo verhindert Längen. Die Spannung ist definitiv vorhanden, ebenso wie ein Plottwist. Allerdings war manches für meinen Geschmack etwas vorhersehbar. Besonders gut gefallen hat mir der Perspektivenwechsel. Die wiederkehrende Einblendung des Unbekannten baut zusätzlich Spannung auf und sorgt dafür, dass man weiterlesen möchte.
Auch das Rätsel um die Anzeichen bzw. Geschehnisse in der Villa hat die Spannung konstant gehalten. Trotzdem konnte ich das Verhalten einiger Charaktere nicht ganz nachvollziehen. Generell hat mir etwas mehr Charaktertiefe gefehlt, da viele Figuren eher oberflächlich geblieben sind. Zudem wirkt die Handlung stellenweise stark konstruiert und sehr auf Zufällen aufgebaut.
Mit Natalie bin ich leider nicht richtig warm geworden. Einerseits wird sie als sehr vorsichtig und überlegt dargestellt, andererseits handelt sie erstaunlich naiv und trifft unüberlegte Entscheidungen. Dieses widersprüchliche Verhalten hat mich stellenweise genervt, sodass es mir schwerfiel, wirklich mit ihr mitzufühlen.
Alles in allem ist das Buch nicht schlecht und durchaus unterhaltsam, aber eben auch nicht herausragend. Für zwischendurch ist es absolut in Ordnung, daher vergebe ich 3,5 Sterne.