Wenn Vergangenheit und Gegenwart durch ein einziges Bild miteinander verbunden sind… genau das geschieht in dieser Geschichte.
Der Roman beginnt im Ersten Weltkrieg bei Sophie, einer starken Frau, deren Ehemann Édouard für Frankreich kämpft. Bevor er in den Krieg zieht, hinterlässt er ihr ein Gemälde, das er selbst von ihr gemacht hat. Hundert Jahre später lernen wir Liv kennen, die um ihren verstorbenen Ehemann David trauert. Auch sie besitzt genau dieses Gemälde, er hatte es ihr während einer gemeinsamen Reise geschenkt.
Die Geschichte gleicht einer emotionalen Achterbahnfahrt. Sie beginnt traurig und zeigt die tragischen Verhältnisse während des Krieges und der Besatzung. Man begleitet Sophie dabei, wie sie versucht, ihre Familie zu schützen, auch mit Mitteln, die nicht von allen gutgeheissen werden.
Später wechselt die Handlung zu Liv, die nicht nur mit ihrer Trauer kämpft, sondern sich plötzlich in einer schwierigen Situation wiederfindet: Ein Gericht will ihr das Gemälde wegnehmen, da es angeblich gestohlen wurde.
Es ist ein wundervoller, tragischer und zugleich hoffnungsvoller Roman, der verschiedene Menschen durch ein einziges Gemälde miteinander verbindet. Egal, in welcher Zeitachse man sich befindet, die Hoffnung geht nie verloren. Für mich ist es wieder ein grossartiges Werk von Jojo Moyes. Ihr Schreibstil und die intensiven Gefühle, die sie vermittelt, haben mich sehr berührt.
Ich fand beide Hauptcharaktere sympathisch und authentisch, wodurch die Geschichte bis zum Schluss spannend blieb. Besonders gefallen haben mir die zwei unterschiedlichen Zeitebenen, die sich am Ende auf bewegende Weise miteinander verbunden haben.
Das Ende kam für mich komplett unerwartet und hat mich dementsprechend sprachlos zurückgelassen. im positiven Sinn.