Nur zu gern habe ich mich aus dem tristen, grauen Alltag des Sachbearbeiters Linus Baker in das bunte Leben der magischen Heimkinder auf die Insel Marsyas entführen lassen. Die atmosphärische Welt des Mr. Parnassus und seiner Heimkinder hat mich von der ersten Zeile an vereinnahmt.
Durch den klaren Schreibstil und die einfache Struktur fand ich sofort Zugang zur Handlung und zu den Figuren. Die Sprache ist humorvoll, leicht und unterhaltsam. Trotzdem ist die Geschichte weder albern noch fehlt es ihr an Tiefe. Das Ende ist vorhersehbar, was mich hier jedoch überhaupt nicht gestört hat.
Die Entwicklung der Hauptfigur Baker fand ich nachvollziehbar und glaubhaft. Mir ging es ähnlich wie ihm: Je länger ich las, umso mehr schloss ich die Kinder und ihre magische Welt in mein Herz.
Der Autor bearbeitet in diesem Buch Themen wie Anderssein, Akzeptanz und Vorurteile. Für mich persönlich wäre es mit etwas weniger Mahnfingern auch gegangen.
Das Buch war eine sehr schöne, ergreifende Leseerfahrung, die ich dir gerne ans Herz lege.