Vorne weg: Kein Thema, nach wie vor ein gutes Buch, aber es kommt definitiv nicht mehr an Band eins ran. Während der erste Band wirklich ein Lesehighlight war, war dieser hier unterhaltsam - aber auch nicht mehr.
Durch die ersten 100-150 Seiten musste ich mich wirklich etwas durchkämpfen. Ich empfand die Geschichte zu Beginn richtg verwirrend und hatte etwas Mühe der Story zu folgen. Im Nachhinein betrachtet, war das aber ziemlich clever, da Lyra sich wohl genau so gefühlt hat.
Allgemein fand ich es beeindruckend, wie viele kleine “Stolpersteine” aus Band eins plötzlich Sinn ergaben und das Puzzle sich zusammengefügt hat. Und auch der Schreibstil empfand ich wieder von Beginn weg als sehr angenehm und authentisch.
Jedoch konnte mich die Story nicht mehr ganz so packen wie beim ersten Band. Vielleicht liegt es daran, dass Hades nicht mehr so viel Raum einnimmt und die Interaktionen zwischen ihm und Lyra, die teilweise von Sarkasmus getrieft haben, sich auf einige wenige/kurze beschränkten. Dafür nahm Lyra nun sehr viel Raum ein und wurde mir etwas zu perfekt dargestellt. Der Sarkamus, den ich an Band eins so sehr geliebt habe, war zwar nicht komplett verschwunden, aber nicht mehr so stark ausgeprägt.
Alles in allem ein gutes Buch - ich werde mir auf jeden Fall auch Band drei anschaffen - aber halt kein solches Highlight mehr wie Band eins.