Wintermärchen in Virgin River konnte mich leider überhaupt nicht überzeugen. Wer eine stimmungsvolle, winterliche Geschichte im vertrauten Virgin River Universum erwartet, wird hier enttäuscht. Die Handlung passt meiner Meinung nach kaum zu der bekannten Reihe und fühlt sich eher wie eine eigenständige Geschichte an, die nur lose den Namen Virgin River trägt. Mit den vertrauten Figuren hat das Buch so gut wie nichts zu tun, was es für Fans der Reihe besonders schade macht.
Statt eines warmherzigen Märchens bekommt man eine Geschichte mit einer sehr unangenehmen, fast schon psychologischen Grundstimmung. Im Zentrum steht eine Frau, die einem Mann regelrecht nachstellt und trotz klarer Signale nicht locker lässt. Dieses Verhalten wirkt weder romantisch noch sympathisch, sondern eher befremdlich. In einer stark verkürzten Form könnte diese Handlung genauso gut der Beginn eines Thrillers sein.
Insgesamt wirkt das Buch wie ein misslungener Spinoff, dem der Charme und die Atmosphäre von Virgin River komplett fehlen. Für mich leider eine große Enttäuschung und höchstens zwei Sterne wert.