Brimstone hat mir insgesamt sogar ein bisschen besser gefallen als der erste Band.
Ich mag den Perspektivenwechsel zwischen Saeris und Kingfisher. Er verleiht der Geschichte Dynamik und erlaubt einen Einblick in beide Figuren.
Ebenfalls positiv hervorzuheben ist, dass die Nebenfiguren deutlich mehr Raum bekommen und an Tiefe gewinnen.
Ein echtes Highlight war für mich Carrion. Ich habe ihn sehr ins Herz geschlossen: Er lockert die Atmosphäre immer wieder auf. Besonders die Kapitel mit Kingfisher und Carrion haben mir wegen ihrer Dynamik Spass gemacht zu lesen.
Leider fehlte mir eine klare Rahmenhandlung, die die Handlung trägt. Zudem gibt es kleine Plotholes.
Auch stilistisch gibt es kleinere Abzüge: Die teils sehr saloppe Sprache war nicht so meins, lässt sich aber aufgrund der Ich-Perspektive noch gut verzeihen. Schwieriger fand ich einzelne klischeehafte Momente und kitschige Dialoge.
Trotz dieser Kritikpunkte überwiegen für mich klar die Stärken. Brimstone bietet Spannung, starke Figuren und genug emotionale Intensität, um mich definitiv bei der Stange zu halten. Ich werde den nächsten Band auf jeden Fall lesen.