Kommissar Tischler, Band 12: Der Betriebsausflug der Brunngrieser Dienststelle endet abrupt, als am Frillensee eine Leiche gefunden wird. Der Tote: Harald Lorenz, ein Fischer. Hauptkommissar Constantin Tischler und Polizeihauptmeister Felix Fink erfahren kurzum, dass der Tote bei den anderen Berufskollegen gar nicht gern gesehen war. Haben sie etwas mit dem Mordfall zu tun? Denn dass es Mord ist, ist klar, denn der Verblichene hat sich wohl nicht selbst in ein Fischernetz eingewickelt…
Erster Eindruck: Resi auf dem Cover = gutes Cover (das ist die Erfolgsformel)!
Dies ist Band 12 einer Reihe, kann aber ohne Kenntnis der Vorgängerbände gelesen werden (es ist jedoch schöner, das Team von Anfang an zu begleiten).
Hach, es war schön, wieder in Brunngries zu sein, und dann erst noch auf einem Betriebsausflug! Ich konnte mir die Truppe unter der Führung von Luise sehr gut vorstellen: Die jammernden Männer mit Riesenrucksäcken beladen, worin sich von Fleischpflanzerl bis zum richtigen Geschirr alles befindet. Kaum unterwegs findet Luise eine Leiche! Wow! Und einer der Truppe meinte schon, dass Luise das alles inszeniert habe. Witziger Gedanke, aber nein, da hört der Spass doch auf. Das Duo Constantin Tischler und Felix Fink geht gemäss bewährter T-U-F-Methode vor (Polizeioberrat Schwenk kennt diese Methode ja nur zu gut).
Wer war Harald Lorenz? Wieso lag er im Frillensee, wo er aber nicht zu Tode kam? Weshalb gibt es Informationslücken zu seiner Vergangenheit? Und wieso sind die anderen Fischer so schlecht auf Lorenz zu sprechen? Ist es nur der Konkurrenzgedanke? Die Anzahl der Verdächtigen nimmt proportional zu den Fragen zu. Die Ermittlungen geben Einblicke in die Fischereibetriebe und einen Reiterhof.
Das Buch hat sich wie immer flüssig lesen lassen, war temporeich, spannend und zugleich witzig (einmal mehr hat sich gezeigt, dass sich das deftige Essen im KRAUSE den Polizisten nicht auf deren Hüften niederschlägt, denn sie sind körperlich prima in Form!). Ich freue mich, ein weiteres Mal die volle Punktzahl zu vergeben und darauf, dass es mit Band 13 („Prost, auf die Sportler“) schon bald weitergeht.