Clock Island. Der Schauplatz einer Kinder-Buchreihe. Geschichten die Kindern Hoffnung geben, an sich glauben lassen und ihnen Mut zusprechen, sich ihren Ängsten zu stellen. Clock Island, das Zu Hause von Jack Masterson, Autor und Erschaffer der Buchreihe und Schauplatz des Wettbewerbs, der Rätsel, an welchem vier eingeladene Erwachsene teilnehmen dürfen. Die Buchreihe hat alle vier Teilnehmer durch ihre Kindheit begleitet und nachhaltig geprägt.
Wer würde nicht selber gerne am Fünf-Uhr-Strand spazieren, einen Leuchtturm genau auf der Zwölf sehen oder am Neun-Uhr-Steg ankommen? Ich auf jeden Fall.
Die Geschichte ist ein echtes Schmuckkästchen mit viel Sinn und Tiefe. Sie ist magisch und zugleich tragisch, sie ist besonders und berührend. Im Zentrum steht Lucy und der Waisenjunge Christopher. Lucy hatte keine schöne Kindheit, fühlte sich von ihren Eltern nicht geliebt, ja sogar verstoßen. Christophers Eltern sind tot, er lebt in Pflegefamilien und Lucy will nichts mehr, als ihm eine Kindheit und Zukunft voller Liebe und Geborgenheit schenken, alles was sie nicht hatte. Dafür hofft sie auf den Gewinn am Wettbewerb, welcher ihre finanziellen Probleme, und damit die Hindernisse Christophers Mutter zu werden, aus der Welt schaffen würde.
Das Buch konnte mich durch seine spezielle Stimmung überzeugen. Durch den liebenswerten, Kind gebliebenen und unkonventionellen Protagonisten Jack gewinnt es an Leichtigkeit, sind doch die Grundthemen schwere Kindheiten mit psychischen Folgen, Traumata und Ängsten bis ins Erwachsenenleben nicht einfach. Sowieso passten alle Charaktere perfekt in dieses Buch. Die Geschichte ist zudem eine Liebeserklärung an Bücher, die weit mehr sein können als einfache Geschichten, die Begleiter sein können durch schwere Zeiten, durch eine Kindheit oder ein ganzes Leben. Dieses Buch lässt sich nicht einfach kategorisieren, es hat ein Hauch Fantasy, eine Prise Liebe und vor allem ganz viel Herz und verdient meiner Meinung nach viel mehr Aufmerksamkeit!